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On my way back to the bay

Morgens klingelt der Wecker um 4.30 am. Erstmal nicht so ein schoenes Gefuehl, aber mit Delphinen zu schwimmen war eben schon immer ein kleiner Traum gewesen. In Neoprenanzuegen verpackt gings dann raus aufs Meer und waehrend die ersten Sonnenstraheln uebers Wasser zogen konnte man hier und dort ein paar graue Flossen aus der Wasseroberflaeche ragen sehen. Das Wasser war verdammt kalt und im ersten Moment hatte ich ein bisschen Angst mit meiner Taucherbrille so unter mir gar nichts als blaues Wasser. Als aber dann der erste Delphin an mir vorbeischwamm hab ich das gar nicht mehr wahrgenommen. Ueberall um mich waren ploetzlich Delphine die um mich herum schwammen und es war unglaublich. Ich bin immer ein Stueck nach unten getaucht und die Delphine haben mitgemacht und haben angefangen mit dir zuspielen. Es war als wuerde man mit ihnen kommunizieren. Einzigartiges Erlebnis. Nach Kaikoura und dem ersten richtigen Bett seit 2 Wochen haben wir uns weiter auf den Weg nach Norden gemacht, ich immer den Blick auf die Karte, die kleine Bucht an der Ostkueste. Nach wunderbaren Tagen in der Golden Bay und im Abel Tasman mit absoluten Naturschoenheiten gings dann mit Hugo, unserem Auto auf die Nordinsel. Ein paar Tage in Wellington und dann endlich, nach 3 Jahren hab ich mich schliesslich auf den Weg zurueck nach Hawkes Bay gemacht. Zurueck zu meiner Gastfamilie und zu dem Ort an dem ich tatsaechlich mal 6 Monate gelebt habe. Der Moment als ich die Napier Road runter gefahren bin war komisch. Der erste Stopp, mein altes Haus. Meine Gastfamilie ist Anfang Dezember ein paar Strassen weiter weg gezogen, dadurch konnte ich nur mal kurz vorbeigehen. Wer will schon wie ein Depp vor einem Haus stehen und durchs Fenster starren, wenn man weiss das alles ganz anders sein wird. Ich bin eben keine 16 mehr und da drin war auch niemand der auf mich gewartet haette. Als naechstes bin ich dann zur Schule gefahren. Das war komisch, schuechtern hab ich mir den Weg zu meinem alten Lehrer erfragt, der damals fuer die International Students verantwortlich war. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und wir haben eine gute Stunde ueber meine Zeit in Havelock North geredt. Nach Schulschluss habe ich meine Gastcousine mitgenommen und wir sind zusammen mit Becci zu meinen Gastgrosseltern gefahren, da meine Gasteltern uebers Wochenende nicht da waren. Wenn keiner in der Napier Road auf mich gewartet hat, dann aber hier! Mit John und Rowena und den Kindern hatte ich wohl die bislang schoenste Zeit waehrend meiner Reise. Wir sind an den Strand gefahren, waren mit dem Boot draussen beim Hochseefischen, es gab meinen geliebten Pumkin zum Abendessen und ich konnte ein und aus gehen als haette ich Hawkes Bay nie verlassen. Wir waren eben eine richtige Familie und Becci mitten drin, auch gleich aufgenommen. Am Sonntag haben wir den Geburtstag meiner Gastcousine gefeiert und nachmittags hab ich mich mit einem alten Freund aus der Highschool getroffen. Es war eben doch wieder als waere ich 16 und Havelock ist mein Zuhause. Nur ein ganzes Stueck besser sogar. Sonntagabend sind meine Gasteltern dann auch zurueck gekommen und spaetestens da konnte ich einfach nicht mehr. Ich hab sie gesehen und musste weinen, vor Glueck, vor Freude. Ihre Gesichter waren einfach so voller Erinnerungen fuer mich. Gute und schlecht, schoene und aufregende. Ich glaube, erst da habe ich so richtig begriffen wie sehr Neuseeland mich doch gepraegt hat und wie sehr ich ein Teil dieser Welt hier geworden bin und es auch immer bleiben werde. Und vorallem, wie unendlich ich diesen Ort Havelock North und alles was dazu gehoert, vermisst habe. Hawkes Bay ist mein zweites Zuhause und zu gehen, nach so langer Zeit und nur 4 Tagen Aufenthalt, war wohl auch der schwerste Moment meiner Reise. Jetzt habe ich manchmal das Gefuehl es ist gar nicht passiert, weil es etwas war auf das ich 3 Jahre gewartet habe und mich unendlich darauf gefreut habe. Ich habe viel geweint als ich ging, aber es waren Traenen voller Freude und Glueck, ein bisschen Abschiedsschmerz war auch dabei (sogar sehr viel eigentlich), aber ich weiss dass ich auf keinen Fall das letzte mal dort gewesen bin. Mein Herz schlaegt zur Haelfte Kiwi wuerde ich sagen Dieses Wochenende hat mich unendlich gluecklich gemacht. Ich war so geruehrt von meiner Familie, die mir immer wieder gesagt hat, wie gut es tut mich zu sehen und ich immer einen Platz hier haben werde. Ich solle keinen Traenen vergiessen denn ich kaeme ja bald wieder. Zum Abschied hat uns meine Gastcousine noch einen Schluesselanhaenger geschenkt auf dem Neuseeland steht. Hinten drauf klebt ein Zettel: "Hawkes Bay (Home) xx". Da gingen dann natuerlich die Traenendruesen wieder auf. Die schoensten Geschenke sind die, die man nicht erwartet. Dieses ganze lange Wochenende war ein Geschenk, dass ich so schoen niemal erwartet haette.

3.3.14 13:26

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